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Wehren gegen familienpsychologisches Gutachten

Wie sich wehren gegen ein familienpsychologisches Gutachten? Das ist ein Thema für sich. Doch wie man es sogar ohne Anwalt schaffen kann, das hat Ruwen Mickan in einer unserer Liveshows bewiesen. Schaut Euch das Video hier einmal an:

Wehren gegen ein falsches Gutachten am Familiengericht

Wie wehren gegen familienpsychologisches Gutachten?

Es ist gar nicht so schwer, wie man denkt. Ruwen hat natürlich auch Literatur herangezogen, unter anderem mein Buch „Fehler in Gutachten erkennen“:

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Fehler in Gutachten erkennen

Lest mein Buch, das die wichtigsten Problemkreise aufführt. Zu kaufen auf Amazon und im Buchhandel

Letztlich aber sind es die folgenden Faktoren:

  • Akte lesen
  • Fehler systematisch auffinden und richtigstellen
  • Sich über die Methodik von Gutachten informieren (über mein Buch zum Beispiel)
  • Gutachtenskriterien lesen
  • Sich über die gemachten Tests informieren, zum Beispiel auf der Testzentrale
  • Gegebenenfalls Zweitmeinungen einholen

Was einfach klingt, ist in der Regel aber sehr viel Arbeit. Lest und versteht die Akte!

„Die Akte kennen heißt Gewinnen.“

Michael Langhans, Volljurist

Um Fehler in Gutachten zu erkennen und sich gegen familienpsychologische Gutachten zu wehren, muss man fit sein und ordentlich. Man darf bei hunderten Seiten Papier den Überblick nicht verlieren. Man darf nicht aufgeben, wenn man Mist und Lügen über sich liest.

Nicht Aufgeben!

Ich weiss, es belastet Eltern sehr, immer und immer wieder dieselben Lügen zu lesen. Doch vergesst eines nicht: Das sind auch die Bilder, die ein Richter und ein Jugendamt im Kopf haben.

Es reicht eben nicht aus, einfach zu sagen dass das so eben nicht richtig ist.

„Um zu Gewinnen, muss man durch all die Lügen der Ämter, Gutachter und Richter durch, man darf sich die eigene Verletzlichkeit nicht anmerken lassen, man darf den Mut nicht verlieren.“

Michael Langhans, Volljurist

Es reicht nicht aus, sich zu beschweren.

Es reicht nicht aus, anderen die Schuld zu geben.

Um zu gewinnen, muss man da durch.

Ruwens Erfolg ist reproduzierbar

Der Erfolg von Ruwen ist reproduzierbar, wenn man wie er seine Unterlagen ordentlich gesammelt hat. Gegebenenfalls bittet einen Anwalt die ganze Akte anzufordern oder sehr diese beim Gericht selbst ein.

Brauche ich ein Gegengutachten?

Nein. Aber manchmal kann es hilfreich sein. Vergesst nicht: Nicht jedes Gegengutachten beantwortet die Fragen des Gerichts. Methodenkritische Stellungnahmen zerstören nur andere Gutachten, sie fördern aber nicht das Verfahren.

Nutzt ein Parteigutachten?

Ja und nein. Oftmals wird es vom Gericht nicht beachtet.

Wie zerstöre ich ein Gutachten?

Mit falschen Anknüpfungstatsachen (Lügen und Gegenbeweise dazu), systematischen Fehlern, Verstöße gegen die Gutachtenkriterien usw. Mehr dazu in meinem Buch oder der Videoreihe auf Activinews.

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Familienpsychologische Gutachten teilnehmen: Vor- und Nachteile!

In diesem Artikel geht es um familienpsychologische Gutachten und Gutachten in Familienverfahren. Die hier gegebenen Tips und Ideen gelten nur in diesen Fällen weil man ggf. in anderen Verfahren an einem solchen Gutachten teilnehmen muss. Nur im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) gibt es keinen Teilnahmezwang. Das heißt aber nicht, dass kein Gutachten erstellt wird. Keine Teilnahme heisst, dass Gutachten nach Aktenlage erstellt werden.

Vor- und Nachteile der Teilnahme

Soll ich jetzt an einer familienpsychologischen Begutachtung teilnehmen oder nicht? 

Die meisten sagen entweder immer ja oder immer nein. Die Unsicherheit ist groß, vorallem wenn man die Konsequenzen der Entscheidung nicht vorhersehen kann oder unvorbereitet diese Entscheidungen trifft.

Ich sage daher: Die Antwort liegt zwischen ja und nein. Es kommt auf den Einzelfall an.

Nachteile

Gründe an einem familienpsychologischen Gutachten nicht teilzunehmen:

  • Anknüpfungstatsachen sind nicht geklärt
  • In der Akte sind viele positive Beweismittel
  • Das Verfahren basiert auf unbelegten Vermutungen
  • Die Eltern und das Kind halten zusammen
  • Das Kind wird auch nicht teilnehmen
  • Es wird eine psychiatrische Krankheit behauptet ohne Grundlagen
  • Das Gericht möchte den Sachverhalt nicht aufklären

Wenn man die Aktenlage einschätzen kann, es viele Beweismittel zum eigenen Vorteil gibt und keine schwerwiegenden Elternverstöße vorliegen, dann kann man auf eine Teilnahme verzichten. Weil: Besser als Gut wird es am Ende nicht werden.

Wenn aber die Aktenlage unbekannt ist, sollte man die Finger weglassen.

Vorteile

Gründe, an einem solchen Gutachten doch teilzunehmen, gibt es auch. Bitte hört nicht auf diejenigen, die nur „gegen“ Gutachten sind. Dagegensein löst nämlich nicht zwingend die Probleme im Verfahren.

  • Die Eltern streiten miteinander, der andere hat Vorteile beim Jugendamt
  • Es gibt bereits ein negatives Gutachten, das die Erziehungsfähigkeit bestreitet
  • Misshandlungen sind unstreitig

In jedem Fall gilt: Es ist schwerer, ein negatives Gutachten aus der Welt zu schaffen als ein positives zu bekommen.

Zwar ist es richtig, worauf viele Anwälte abstellen, dass ein positives Gutachten der schnellste Weg zum Erfolg ist. Aber das kann keiner garantieren, und das wird oft verschwiegen.

 

https://www.activinews.tv/fehler-in-gutachten/

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